Schutzverordnung Stadt Altstätten - Gesamtrevision

3. September 2021
Altstätten - Die überarbeitete Schutzverordnung der Stadt Altstätten liegt vor. Der Stadtrat Altstätten lädt zur Informationsveranstaltung und zu Bürgersprechstunden ein.

Das neue Planungs- und Baugesetz (sGS 731.1; abgekürzt PBG) verlangt vom Kanton und den Gemeinden in ihrem Zuständigkeitsbereich, die für den Natur- und Heimatschutz erforderlichen Eigentumsbeschränkungen festzulegen sowie bei Erfüllung ihrer Aufgaben die nötigen Massnahmen zu treffen, um Schutzobjekte zu schonen und, soweit das öffentliche Interesse überwiegt, dauernd zu erhalten (Art. 114 PBG).

 

Im Rahmen der Überarbeitung der Ortsplanungsinstrumente beabsichtigt die Stadt Altstätten auch die Schutzverordnung den neusten Kenntnissen anzupassen. Die rechtskräftige Schutzverordnung stammt aus dem Jahr 1996 (Plan und Vorschriften) und entspricht nicht mehr den aktuellen Daten. Seit dem Jahr 2002 wurden regelmässig verschiedene Teiländerungen vorgenommen. Aufgrund neuer Erkenntnisse aus Erlassen des Bundes und des Kantons sowie der aktuellen Inventare, wird die Schutzverordnung revidiert.

 

Die Strittmatter Partner AG wurde von der Stadt Altstätten mit der Organisation und Erarbeitung der Revision der Schutzverordnung beauftragt.

 

Die folgenden externen Büros resp. Fachberater unterstützten die Revision insbesondere im Bereich der Inventarisation:

 

  • Dr. Daniel Studer, St.Gallen
  • Urs Weber, Ökobüro Hugentobler AG, Altstätten
  • Dr. phil. Oskar Keller, Lüchingen

 

Alle Kulturobjekte und Naturobjekte wurden durch externe Fachexperten in Zusammenarbeit mit einer eingesetzten Begleitgruppe der Stadt Altstätten detailliert begutachtet und auf ihre Schutzwürdigkeit hin überprüft sowie neu inventarisiert. Die Begleitgruppe setzte sich zusammen aus:

 

  • Dr. Daniel Studer, Fachexperte Kulturobjekte
  • Urs Weber, Fachexperte Naturobjekte
  • Vertreter Stadtrat Altstätten
  • Vertreter Ortsbildkommission Stadt Altstätten
  • Vertreter Bauverwaltung Stadt Altstätten
  • Vertreter kantonale Denkmalpflege
  • Vertreter Raumplanungsbüro Strittmatter Partner AG

 

Der Stadtrat Altstätten hat die neue Schutzverordnung und die beiden Inventare zu den Kultur- und den Naturobjekten verabschiedet und möchte nun die Öffentlichkeit orientieren und sie im Rahmen eines Mitwirkungsverfahrens zur Stellungnahme vorlegen. Die Unterlagen stehen ab dem 16. September 2021 auf der Website Stadt Altstätten zur Verfügung.

 

In den Inventaren finden sich zu jedem Schutzobjekt eine fotografische Dokumentation, eine Beschreibung sowie eine Bewertung. Die beiden Inventare zu den Kultur- und den Naturobjekten bilden die Grundlage für die Schutzverordnung, in der dann die Schutzobjekte nur noch tabellarisch und anhand eines Plans dokumentiert werden.

 

Das Mitwirkungsverfahren für die Bevölkerung für die neu erarbeitete Schutzverordnung wird im Anschluss an die beiden Bürgersprechstunden durchgeführt und entsprechend publiziert.

 

Die öffentliche Auflage der Schutzverordnung erfolgt zusammen mit den beiden Inventaren zu einem späteren Zeitpunkt. Bei der Auflage handelt es sich um das eigentliche Rechtsverfahren, erst dann besteht die Möglichkeit, gegen die Schutzverordnung Einsprache zu erheben.

 

Informationsveranstaltung

Am Mittwoch, 15. September 2021, um 19:30 Uhr findet zur geplanten Gesamtrevision der Schutzverordnung der Stadt Altstätten in der Aula des Berufs- und Weiterbildungszentrum Rorschach Rheintal (BZR), Bildstrasse 8, Altstätten, eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. Die Bevölkerung ist eingeladen sich aus erster Hand zu informieren.

 

Bürgersprechstunden

Am Samstag, 25. September 2021, von 09.00 Uhr bis 11.00 Uhr und am

Mittwoch, 29. September 2021, von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr

finden zur geplanten Gesamtrevision der Schutzverordnung der Stadt Altstätten im Theorieraum der Feuerwehr, Werkhof, Feldwiesenstrasse 42, 9450 Altstätten, je eine Bürgersprechstunde statt. Die betroffenen Grundeigentümer*innen und weitere Interessierte sind eingeladen, sich aus erster Hand zu informieren und die Möglichkeit zu nutzen, spezifische Fragen zu stellen.