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Fragwürdige Kommunikation der Spitalergebnisse

Per Mitte Jahr weist im Kanton St.Gallen nur die Spitalregion Rheintal-Werdenberg-Sarganserland einen Gewinn aus. Trotzdem hebt der Verwaltungsrat nur das über dem Budget liegenden Ergebnis des Kantonsspitals St.Gallen positiv hervor und verweist bei den anderen Spitalregionen auf negative Einflüsse auf der Ertragsseite. Mit dieser Kommunikation versucht der Verwaltungsrat offensichtlich seine Strategie mit der beabsichtigten Schliessung von fünf Spitalstandorten und der Stärkung des Kantonsspitals auf universitärem Niveau zu verteidigen.

Der Verwaltungsrat der Spitalverbunde des Kantons St.Gallen hat vergangenen Mittwoch die Halbjahreszahlen sowie die angepasste Jahresprognose veröffentlicht. Dabei hebt der Verwaltungsrat positiv einzig das deutlich über dem Budget liegende Resultat des Kantonsspitals St.Gallen hervor. Die drei anderen Spitalverbunde schert er mit dem Hinweis auf den abnehmenden Fallschweregrad und den entsprechenden negativen Auswirkungen auf der Ertragsseite über einen Kamm. Dabei verzeichnet der Spitalverbund Rheintal-Werdenberg-Sarganserland ein positives Halbjahresergebnis im Rahmen von CHF 400‘000, während die übrigen Regionen keinen Gewinn (Kantonsspital St.Gallen) oder gar Verluste im Bereich von CHF 1.8 Mio. (Spital Linth) bis CHF 2.9 Mio. (Spitalregion Fürstenland Toggenburg) schreiben. Der Verdacht liegt nahe, dass die Halbjahresergebnisse nicht die vom Verwaltungsrat propagierte Strategie mit der Schliessung von fünf Spitalstandorten unterstützen und deshalb der Vergleich zum Budget herangezogen wird, während die absoluten Zahlen zumindest in Teilen eine ganz andere Sprache sprechen. Der Verwaltungsrat möchte gerade in der einzigen Region mit einem positiven Halbjahresergebnis gleich zwei Spitalstandorte schliessen. Weiter erklärt der Verwaltungsrat nicht, weshalb er für das zweite Halbjahr in allen Regionen mit deutlich schlechteren Ergebnissen rechnet als in der ersten Jahreshälfte. Auch hier muss vermutet werden, dass bewusst pessimistisch gerechnet wird, um damit politischen Druck aufzubauen. Im Regionaljournal Ostschweiz vom 11. September bekräftigt Verwaltungsratspräsident Felix Sennhauser denn auch, dass „gewisse Spitäler über die Klinge springen müssen“.

 

Spitalstandort im Rheintal ist ein Bedürfnis

Am Spitalstandort Altstätten, als Teil der im 1. Halbjahr finanziell erfolgreichen Spitalregion Rheintal-Werdenberg-Sarganserland, haben die stationären Aufenthalte seit 2012 kontinuierlich zugenommen; bis Ende 2018 durchschnittlich um 2.2 Prozent pro Jahr. Dass dies trotz nicht mehr zeitgemässer Infrastruktur erreicht werden konnte, liegt an der hohen medizinischen und pflegerischen Qualität, welche von vielen Patientinnen und Patienten bestätigt wird. Die Belegschaft leistet trotz widriger Bedingungen mit hoher Unsicherheit eine weiterhin ausgezeichnete Arbeit. Das gute Ergebnis ist insbesondere auch den Mitarbeitenden zu verdanken, deren Standort der Verwaltungsrat zu schliessen beabsichtigt. Dies obwohl die Wachstumsraten das Bedürfnis nach dem Spitalstandort Altstätten klar bestätigt.

 

Der Stadtrat Altstätten setzt sich weiterhin für eine zukunftsfähige Spitallösung in der wirtschaftsstarken Region Rheintal ein. Er erwartet vom Verwaltungsrat, Lenkungsausschuss und der Regierung, dass im Rahmen der Zukunftsplanung der St.Galler Spitäler Ergebnisse korrekt berücksichtigt werden und keine Augenwischerei betrieben wird.



Datum der Neuigkeit 12. Sept. 2019
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