Mitwirkung zeigt: Sichere Strassen haben höchste Priorität
Im Zusammenhang mit der geplanten Ostumfahrung erarbeitet die Stadt Altstätten begleitende Massnahmen für die Bahnhof-, die Feldwiesen- sowie die Kriessern- und Kesselbachstrasse. Sie sollen den Durchgangs- und Schwerverkehr auf die Umfahrungsstrasse lenken und damit die Quartiere und das Zentrum spürbar entlasten. Gleichzeitig sollen die Strassen für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende sicherer werden. Wo möglich, sollen Bäume und Grünflächen den Strassenraum aufwerten und an heissen Tagen Schatten spenden.
An der Informationsveranstaltung vom 18. März 2026 zeigte die Stadt anhand von Skizzen, wie die einzelnen Strassenzüge künftig aussehen könnten. Dabei bewerteten die rund 80 Anwesenden die Stimmungsbilder und notierten dazu ihre Anliegen. Gleichzeitig startete die digitale Mitwirkung. Bis Ende April beteiligten sich rund 50 Personen daran.
Mehr Sicherheit, unterschiedliche Erwartungen
Die Rückmeldungen zeigen klar: Sichere Strassen haben für die Bevölkerung Priorität. Bei anderen Themen gehen die Meinungen teilweise auseinander. Viele wünschen sich attraktive Fuss- und Velowege sowie mehr Grün entlang der Strassen. Andere möchten den motorisierten Verkehr etwa durch Fahrbahneinengungen möglichst wenig einschränken. Insgesamt unterstützten die Rückmeldungen jedoch die Ziele der Begleitmassnahmen: mehr Sicherheit, weniger Schleich- und Durchgangsverkehr sowie attraktive Strassenräume. Der ausführliche Bericht zur Mitwirkung findet sich auf der Webseite der Stadt Altstätten unter Entwicklung Stadt Ost (www.altstaetten.ch/entwicklung-stadt-ost).
Weiteres Vorgehen
Die Stadt nimmt die Rückmeldungen nun auf und konkretisiert die Projekte. Dabei werden die verschiedenen Anliegen sorgfältig gegeneinander abgewogen und – wo möglich und sinnvoll – in die Planung aufgenommen. Sobald die Projekte weiter ausgearbeitet sind, erhalten die Altstätterinnen und Altstätter erneut die Möglichkeit, sich zu den konkreten Plänen im Rahmen einer weiteren Mitwirkung zu äussern.
Bundesrat unterstützt Agglomerationsprogramm Rheintal
Der Bundesrat hat vergangene Woche den Prüfbericht zu den Agglomerationsprogrammen in die Vernehmlassung gegeben. Darin ist für die Agglomeration Rheintal ein – gegenüber dem letzten Programm – um 5 Prozent höherer Beitragssatz vorgesehen. Die Ostumfahrung und deren Begleitmassnahmen würden somit mit 35 Prozent bzw. insgesamt gut CHF 17 Mio. durch den Bund mitfinanziert.