Stadt Altstätten bekämpft invasive Ameisenart
Der Verdacht auf die invasive Ameisenart hatte sich im August bestätigt. Fachpersonen untersuchten das Gebiet und stellten eine Kolonie in und um die alte Stadtmauer sowie auf der Südseite der Residenz Frauenhof fest. Ebenso wurden in der Gerbergasse einzelne Nester entdeckt. Das betroffene Gebiet ist derzeit noch klein. Bis auf eine Ausnahme gehören die betroffenen Grundstücke der Stadt.
Gemeinsam mit einem einheimischen Schädlingsexperten geht die Stadt gezielt gegen die Ameisen vor. Die Bekämpfung wird regelmässig wiederholt und ihre Wirkung laufend überprüft. Ziel ist es, die Kolonie einzudämmen und möglichst vollständig zu beseitigen. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass die Ameisen unbemerkt an andere Orte gelangen. Deshalb wird unter anderem darauf geachtet, dass kein Erd- oder Baumaterial aus dem befallenen Gebiet verschleppt wird.
Klein und nicht einfach zu erkennen
Die Tapinoma magnum, auch Grosse Drüsenameise genannt, stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Die Tiere sind nur zwei bis fünf Millimeter gross, schwarz und auf den ersten Blick nur schwer von einheimischen Ameisen zu unterscheiden. Auffällig sind unter anderem die unterschiedlichen Grössen der Tiere innerhalb einer Kolonie und ihre schnellen, oft nervösen Bewegungen. Beim Zerdrücken geben sie zudem meist einen charakteristischen Geruch ab, der an Nagellackentferner oder ranziges Öl erinnert. Eine sichere Bestimmung ist jedoch meist nur durch Fachpersonen möglich.
Anders als viele einheimische Ameisenarten kann die Tapinoma magnum grosse Kolonien mit zahlreichen miteinander verbundenen Nestern bilden. Wird sie früh entdeckt, kann gezielt gegen ihre weitere Ausbreitung vorgegangen werden. Verschleppt werden die Ameisen häufig mit Erde, Topf- und Gartenpflanzen sowie Bau- oder Gartenmaterial.
Bei Verdacht beim Tiefbauamt melden
Einwohnerinnen und Einwohner sollten bei auffälligen Ameisenvorkommen aufmerksam werden, insbesondere, wenn es rasch mehr Tiere werden oder sie trotz Bekämpfung immer wieder auftauchen Ob es sich tatsächlich um Tapinoma magnum handelt, lässt sich von Auge jedoch nur schwer erkennen. Für eine Abklärung können etwa 10 Ameisen in einer kleinen, gut wiederverschliessbaren Box gesammelt und während 24 Stunden im Tiefkühler eingefroren werden.
Die Probe kann anschliessend beim Tiefbauamt an der Feldwiesenstrasse 42 abgegeben werden. Die Stadt sammelt die Verdachtsproben und lässt sie durch das Naturmuseum St. Gallen bestimmen. Auch ist das Tiefbauamt da für Fragen rund um das Vorkommen und die Bekämpfung der Tapinoma magnum: Annina Jäger, 071 757 77 89, annina.jaeger@altstaetten.ch.