Jetzt wird gemeinsame Sache gemacht
Als Stadtkomplizin verkleidet zog Altstadtkoordinatorin Astrid Rohrhirs mit ihren Gehilfen am Städtlifäscht durch die Gassen. Ihre Mission: möglichst viele Verbündete finden. Über 550 Kinder und Erwachsene machten mit und lächelten in die Kamera. Wo ihre Fotos später zu sehen sind, war den Teilnehmenden bekannt. Was hinter der Aktion steckte, erfuhren sie allerdings noch nicht.
Nun wird das Geheimnis gelüftet: Die über 550 Stadtkomplizinnen und Stadtkomplizen werben für den Stadtimpuls – und damit für neue Ideen fürs Städtli. Ihre Gesichter sind ab sofort auf Bierdeckeln in den Cafés, Restaurants und Bars sowie im Schaufenster des Altstadtlabors zu sehen. Auf der Rückseite folgt der eigentliche Aufruf: «Du hast eine Idee, die Leben ins Städtli bringt? Dann mach gemeinsame Sache mit uns.»
Eine Bande für ein lebendiges Städtli
«Denn für eine lebendige Stadt brauchen wir viele Komplizen», sagt Astrid Rohrhirs. «Wir brauchen Ideenstifter, Macherinnen, Kulturpioniere, Gassenverschönerinnen und Möglichmacher. Kurzum: Menschen, Vereine, Institutionen und Unternehmen, die Ideen fürs Städtli haben und daraus etwas machen wollen.»
Vielleicht fehlt schon lange etwas an einem Ort. Vielleicht schlummert da eine verrückte Idee für eine Aktion. Ein neues Angebot. Eine Zwischennutzung. Ein Treffpunkt. Wer also schon länger eine Idee im Kopf hat, kann daraus jetzt gemeinsame Sache machen: Der Stadtimpuls unterstützt Projekte, die das Städtli beleben und weiterbringen, mit bis zu 5’000 Franken. Ideen können bis 2. Dezember 2026 über altstaetten.ch/mitwirken eingereicht werden. Die Stadt übernimmt dabei maximal die Hälfte der Projektkosten.
Augen auf beim Feierabendbier
Ein kleines Geheimnis bleibt allerdings noch: Unter die vielen Bierdeckel haben sich auch einige mit den Gesichtern der Anstifter geschmuggelt – Astrid Rohrhirs und ihre Gehilfen. Wer einen davon erwischt: sollte ihn unbedingt einstecken und damit im Altstadtlabor vorbeischauen. Dort wartet eine kleine Überraschung – und im Schaufenster gibt’s die ganze Bande nochmals zu bestaunen. Und wer weiss: Vielleicht entsteht beim Kaffee oder Feierabendbier ja schon die nächste Idee fürs Städtli. «Ich freue mich auf alle, die vor unserem Schaufenster stehen bleiben, bei uns reinschauen – und natürlich auf viele neue Ideen», sagt Astrid Rohrhirs.