Was ist zu unternehmen, wenn man heiraten will, welche rechtlichen Folgen hat die Ehe auf Vermögen und Schulden, muss ich den Namen ändern und wie wirkt sich die Heirat auf eine ausländische Ehepartnerin, einen ausländischen Ehepartner aus? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.
Mit einer eingetragenen Partnerschaft können zwei Personen gleichen Geschlechts ihre Partnerschaft eintragen lassen. Auch zu diesem Themenbereich gibt es hier Antworten.

Eheschliessung

Sie möchten demnächst heiraten? Wir freuen uns, Sie bei den Vorbereitungen für die Ziviltrauung begleiten zu dürfen. Sie können sich wahlweise beim zuständigen Zivilstandsamt am Wohnort der Braut oder…

Sie möchten demnächst heiraten? Wir freuen uns, Sie bei den Vorbereitungen für die Ziviltrauung begleiten zu dürfen. Sie können sich wahlweise beim zuständigen Zivilstandsamt am Wohnort der Braut oder des Bräutigams melden.

Für die Gemeinden im Zivilstandskreis Rheintal (Altstätten, Au, Berneck, Widnau, Diepoldsau, Balgach, Rebstein, Marbach, Eichberg, Oberriet, Rüthi) ist das regionale Zivilstandsamt Rheintal in Altstätten zuständig.

Die Eheschliessung in der Schweiz erfolgt in zwei Schritten. In einem ersten Schritt wird das Ehevorbereitungsverfahren durchgeführt. Darin wird der Antrag der Brautleute geprüft. In einem zweiten Schritt folgt die Trauung, welche die Eheschliessung vollzieht.


1.  Vorbereitung der Eheschliessung

1.1  Vorbereitungsverfahren
Vor der zivilen Trauung muss ein so genanntes Ehevorbereitungsverfahren durchgeführt werden. Zuständig dafür ist das Zivilstandsamt am Wohnsitz der Braut oder des Bräutigams.

1.2  Dokumente einreichen
Schweizerische Brautleute reichen beim Zivilstandsamt frühestens drei Monate vor dem gewünschten Heiratstermin persönlich die erforderlichen Dokumente ein und haben dort eine Erklärung betreffend die Voraussetzungen für die Eheschliessung abzugeben und zu unterzeichnen.

Brautleute, von denen mindestens ein Teil eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, müssen den Kontakt mit dem Zivilstandsamt früher aufnehmen, da die Dokumente in vielen Fällen der kantonalen Aufsichtsbehörde zur Prüfung unterbreitet werden müssen. Gerne beraten wir Sie telefonisch über die Beschaffung der Dokumente.

Gemeinsames Kind: Was brauchen wir von ihm?
Wir informieren Sie gerne, welche Dokumente Sie für ein gemeinsames Kind benötigen.

1.3  Übersetzerin, Übersetzer
Ist eine Verständigung in deutscher Sprache mit dem Zivilstandsamt nicht möglich, müssen Brautleute auf ihre Kosten eine übersetzende Person mitbringen. Beachten Sie bitte dazu die nachfolgenden Ausstandspflichten gemäss Art. 89 Abs. 3 der Zivilstandsverordnung:
„Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zivilstandsämter und ihre Hilfspersonen, insbesondere sprachlich vermittelnde Personen, die bei Amtshandlungen mitwirken oder Dokumente übersetzen (Art. 3 Abs. 2–6), oder Ärztinnen und Ärzte, die Bescheinigungen über den Tod oder die Totgeburt ausstellen (Art. 35 Abs. 5), treten in den Ausstand, wenn:
a. sie persönlich betroffen sind;
b. ihr Ehegatte, ihre eingetragene Partnerin oder ihr eingetragener Partner oder eine Person betroffen ist, mit der sie eine faktische Lebensgemeinschaft führen;
c.  Verwandte und Verschwägerte in gerader Linie oder bis zum dritten Grade in der Seitenlinie betroffen sind;
d. eine Person betroffen ist, die sie als gesetzliche Vertreterin oder gesetzlicher Vertreter oder im Rahmen eines privatrechtlichen Auftragsverhältnisses vertreten oder unterstützt haben;
e.  sie aus anderen Gründen Unabhängigkeit und Unparteilichkeit nicht gewährleisten können, namentlich im Fall einer engen Freundschaft oder persönlichen Feindschaft.

1.4  Bestätigung der namensrechtlichen und bürgerrechtlichen Folgen
Die Brautleute erhalten Gelegenheit, von den bereinigten Personalien und den namens- und bürgerrechtlichen Folgen der Eheschliessung Kenntnis zu nehmen und diese als richtig zu bestätigen.

1.5  Terminvereinbarung
Ist das Ehevorbereitungsverfahren abgeschlossen, kann der Termin für die Ziviltrauung definitiv vereinbart werden. Die Eheschliessung muss spätestens drei Monate nach dem Ehevorbereitungsgespräch erfolgt sein. Die Brautleute erhalten vom Zivilstandsamt eine entsprechende Bestätigung.


2. Trauung

2.1  Trauungsorte / Trauungsdaten 
Das Zivilstandsamt Rheintal traut Brautpaare in den Traulokalen der Gemeinden Altstätten, Au, Berneck, Widnau, Diepoldsau, Rebstein, Marbach, Oberriet, Eichberg sowie im Schloss Grünenstein und im Alten Rathaus Balgach. Beachten Sie dazu das Merkblatt Traulokale Zivilstandsamt Rheintal unter den Publikationen.  

2.2  Trauungszeremonie
Die Trauung ist öffentlich und findet in Anwesenheit von zwei mündigen Trauzeugen statt. Diese müssen sich mit Pass oder Identitätskarte ausweisen. Die Trauung findet in deutscher Sprache statt. Für Brautleute, welche diese Sprache nicht verstehen, ist ein Dolmetscher/Übersetzer auf eigene Kosten beizuziehen.

Persönliche Beiträge
Bei der Ziviltrauung besteht die Möglichkeit, dass das Brautpaar, Trauzeugen, Verwandte oder Bekannte einen persönlichen Beitrag durch Vortragen von Gedichten, Texte etc. leisten oder eine musikalische Einlage organisieren. Bitte lassen Sie uns dies vorgängig wissen.

2.3  Trauung bei einem anderen schweizerischen Zivilstandsamt
Wünschen die Verlobten bei einem anderen schweizerischen Zivilstandsamt getraut zu werden, so stellt ihnen das Zivilstandsamt, welches das Vorbereitungsverfahren durchgeführt hat, eine Trauungsermächtigung aus. Mit diesem Dokument kann der Termin beim gewünschten Zivilstandsamt vereinbart werden.

2.4  Trauung von Schweizer/Schweizerin im Ausland
Heiraten im Ausland ist sowohl am Ort der Trauung als auch in der Schweiz mit einigen Behördengängen verbunden.

Welche Fragen sind bei den ausländischen Behörden zu klären?
Erkundigen Sie sich beim Zivilstandsamt Ihres im Ausland gewählten Trauungsortes oder bei der entsprechenden ausländischen Vertretung in der Schweiz (Botschaft oder Konsulat) über die Dokumente, die Sie aus der Schweiz mitbringen müssen.

Welche Fragen sind bei der Schweizer Vertretung im Ausland (Botschaft oder Konsulat) zu klären?
Erkundigen Sie sich bei der für den Trauungsort zuständigen schweizerischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) darüber, welche Formalitäten nach der Heirat erforderlich sind, damit Ihre Zivilstandsänderung in die Schweiz gemeldet wird. Bitte beachten Sie dazu unter Publikationen "Eheschliessung im Ausland - Merbklatt".

3.  Familienausweis, Auszug aus dem Eheregister
Der Familienausweis wird den Eheleuten auf Wunsch nach der Trauung ausgehändigt. Dieser dient im Verkehr mit Verwaltungsbehörden als Ausweis über den Bestand der Familie sowie zur Vorlage bei der kirchlichen Trauung.
Ausländische Staatsangehörige benötigen zur Eintragung ihrer Eheschliessung im Heimatland einen internationalen Auszug aus dem Eheregister.

Die Ehepartner können beim Zivilstandsamt Rheintal jederzeit einen Familienausweis oder einen Auszug aus dem Eheregister (CIEC-Formular, international) bestellen; siehe Online-Dienste.

Eingetragene Partnerschaft

Sie möchten Ihre (gleichgeschlechtliche) Partnerschaft eintragen lassen. Wir freuen uns, Sie bei den Vorbereitungen begleiten zu dürfen. Für die Gemeinden im Zivilstandskreis Rheintal (Altstätten, Au,…
Sie möchten Ihre (gleichgeschlechtliche) Partnerschaft eintragen lassen. Wir freuen uns, Sie bei den Vorbereitungen begleiten zu dürfen. Für die Gemeinden im Zivilstandskreis Rheintal (Altstätten, Au, Berneck, Widnau, Diepoldsau, Balgach, Rebstein, Marbach, Eichberg, Oberriet, Rüthi) ist das regionale Zivilstandsamt Rheintal in Altstätten zuständig.

1.  Vorverfahren
Vor der Beurkundung der Partnerschaft muss ein so genanntes Vorverfahren durchgeführt werden. Für die Durchführung dieses Vorverfahrens ist wahlweise das Zivilstandsamt am Wohnsitz einer der beiden Partnerinnen oder eines der beiden Partner zuständig. Wohnen eine Schweizer Bürgerin und ihre Partnerin oder ein Schweizer Bürger und sein Partner im Ausland, fällt die Vorbereitung in die Zuständigkeit des Zivilstandsamtes, das die Eintragung der Partnerschaft durchführen soll.

Wie läuft das Partnerschaftsvorverfahren ab?

1.1  Dokumente einreichen
Schweizerische Partner/Partnerinnen reichen beim Zivilstandsamt frühestens drei Monate vor dem gewünschten Beurkundungstermin persönlich die erforderlichen Dokumente ein und haben dort eine Erklärung betreffend die Voraussetzungen für die Eintragung einer Partnerschaft abzugeben und zu unterzeichnen.
Partner/Partnerinnen, von denen mindestens ein Teil eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, müssen den Kontakt mit dem Zivilstandsamt früher aufnehmen , da die Dokumente in vielen Fällen der kantonalen Aufsichtsbehörde zur Prüfung unterbreitet werden müssen. Wichtige Informationen für Eheschliessungen / Eingetragene Partnerschaften mit ausländischer Beteiligung finden Sie unter: Wegleitungen zur Beurkundung ausländischer Staatsangehöriger (Website Kanton Zürich). Gerne beraten wir Sie telefonisch über die Beschaffung der Dokumente.

1.2  Übersetzerin, Übersetzer
Ist eine Verständigung in deutscher Sprache mit dem Zivilstandsamt nicht möglich, müssen Partner/Partnerinnen auf ihre Kosten eine übersetzende Person mitbringen. Beachten Sie bitte dazu die nachfolgenden Ausstandspflichten gemäss Art. 89 Abs. 3 der Zivilstandsverordnung:
„Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zivilstandsämter und ihre Hilfspersonen, insbesondere sprachlich vermittelnde Personen, die bei Amtshandlungen mitwirken oder Dokumente übersetzen (Art. 3 Abs. 2–6), oder Ärztinnen und Ärzte, die Bescheinigungen über den Tod oder die Totgeburt ausstellen (Art. 35 Abs. 5), treten in den Ausstand, wenn:

a. sie persönlich betroffen sind;
b. ihr Ehegatte, ihre eingetragene Partnerin oder ihr eingetragener Partner oder eine Person betroffen ist, mit der sie eine faktische Lebensgemeinschaft führen;
c. Verwandte und Verschwägerte in gerader Linie oder bis zum dritten Grade in der Seitenlinie betroffen sind;
d. eine Person betroffen ist, die sie als gesetzliche Vertreterin oder gesetzlicher Vertreter oder im Rahmen eines privatrechtlichen Auftragsverhältnisses vertreten oder unterstützt haben;
e. sie aus anderen Gründen Unabhängigkeit und Unparteilichkeit nicht gewährleisten können, namentlich im Fall einer engen Freundschaft oder persönlichen Feindschaft."

2.   Eintragung / Beurkundung

2.1  Terminvereinbarung
Ist das Partnerschaftsvorverfahren abgeschlossen, kann die Beurkundung sofort oder bis spätestens in drei Monaten stattfinden. Wird eine Zeremonie gewünscht, kann der Termin für die Beurkundung der Partnerschaft vereinbart werden. Die Partner/Partnerinnen erhalten vom Zivilstandsamt eine entsprechende Bestätigung.

2.2  Eintragungsermächtigung
Wünschen die Partner/Partnerinnen, ihre Partnerschaft in einer anderen Gemeinde der Schweiz zu beurkunden, wird zuhanden des Zivilstandsamtes des Beurkundungsortes eine Eintragungsermächtigung ausgestellt.

3.  Partnerschaftsausweis, Partnerschaftsurkunde
Der Partnerschaftsausweis wird den Partnern/Partnerinnen auf Wunsch nach der Beurkundung der Partnerschaft ausgehändigt. Dieser dient im Verkehr mit Verwaltungsbehörden.
Ausländische Staatsangehörige benötigen zur Eintragung ihrer Partnerschaft im Heimatland eventuell eine internationale Partnerschaftsurkunde.
Die Partner/Partnerinnen können beim Zivilstandsamt Rheintal jederzeit einen Partnerschaftsausweis / eine Partnerschaftsurkunde bestellen; siehe Online-Dienst.

Zugehörige Objekte

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